



21.11.2025
Auch in Zukunft unverzichtbar für Oberkärnten
Der neue Regionale Strukturplan Gesundheit Kärnten 2030 (RSG) bestätigt es schwarz auf weiß: Das Krankenhaus Spittal/Drau bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung
in Oberkärnten.
Im Gespräch mit der Kollegialen Führung – Geschäftsführerin Mag. Andrea Samonigg-Mahrer, Pflegedirektorin DGKP Michaela Wutti, MBA, MTD und dem Medizinischen Direktor Dr. Gerald Bruckmann – wird deutlich: Das Haus steht auf soliden Beinen und entwickelt sich gezielt weiter.
OKN: Frau Mag. Samonigg-Mahrer, der neue Regionale Strukturplan Gesundheit Kärnten 2030 ist veröffentlicht. Was bedeutet er konkret für das Krankenhaus Spittal/Drau?
Andrea Samonigg-Mahrer: Der RSG 2030 würdigt unsere ständigen Anstrengungen, medizinisch und pflegerisch das Bestmögliche für die Menschen vor Ort zu erbringen. Und dabei effizient
mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umzugehen. Wir haben ein fachlich exzellentes Team, Pflege auf höchstem Niveau, modernste Medizintechnik, und eine hervorragende Ausstattung.
Das alles trägt dazu bei, dass das Krankenhaus ein stabiler und verlässlicher Partner für die Region bleibt.
Gerald Bruckmann: Unser Leistungsspektrum bleibt erhalten. Gynäkologie und Geburtshilfe werden sogar gestärkt, ebenso die Allgemeinchirurgie – und das unterscheidet uns von anderen
Standorten. Durch den Einsatz moderner Technik, etwa in der Roboterchirurgie, bauen wir diesen Bereich weiter aus. Auch die Orthopädie und Traumatologie bleibt in vollem Umfang erhalten.
OKN: Wie wirkt sich dieser Strukturplan auf die Patienten aus?
Gerald Bruckmann: Das Ziel ist klar: Der Oberkärntner Patient soll weiterhin wohnortnah bestmöglich versorgt werden. Wer zu uns kommt, kann sicher sein, dass ihm geholfen wird – sei es bei uns im Haus oder, wenn medizinisch sinnvoll, an einem anderen Standort.
OKN: Welche neuen Schwerpunkte werden bis 2030 umgesetzt?
Andrea Samonigg-Mahrer: Ein zentraler Punkt ist der Ausbau der geriatrischen Versorgung. Wir haben bereits eine Tagesklinik, die nun auch um einen geriatrischen Schwerpunkt ergänzt
werden soll. Dort kommen Patientinnen und Patienten zwei- bis dreimal pro Woche zu uns, werden medizinisch und therapeutisch betreut und anschließend wieder nach Hause gebracht. Ziel
ist, sie zu remobilisieren und ihre Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten.
Gerald Bruckmann: Gerade der älter werdende Patient stellt uns in den kommenden Jahren vor neue Herausforderungen. In der geriatrischen Tagesklinik bündeln wir Kompetenzen aus Innerer Medizin, Orthopädie und Remobilisation. So können wir Menschen nach Erkrankungen oder Operationen optimal begleiten und vor allem wohnortnah betreuen.
Michaela Wutti: Dieser neue Schwerpunkt ist eine wichtige Ergänzung des geriatrischen Leistungsspektrums. So können die während des stationären Aufenthaltes wiedererlangten
Fähigkeiten nachhaltig aufrechterhalten werden.
OKN: Welche Verbesserungen sind im ambulanten Bereich geplant?
Andrea Samonigg-Mahrer: Wir erweitern die ambulante Betreuung, insbesondere für onkologische Patientinnen und Patienten. Zwei zusätzliche Behandlungsplätze sind bereits vorgesehen
– der Bedarf steigt, aber gleichzeitig können wir durch den medizinischen Fortschritt bei der Behandlung von Krebserkrankungen viel mehr bewirken als früher. Unser Ziel bleibt eine
wohnortnahe, menschliche und qualitativ hochwertige Versorgung in allen Lebenslagen.
Michaela Wutti: Die Ausweitung der Behandlungsplätze spiegelt die steigende Anzahl an Patientinnen und Patienten mit onkologischen Erkrankungen wider. Damit wird es möglich werden,
noch stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen zu einzugehen.
OKN: Gibt es auch bauliche Veränderungen?
Andrea Samonigg-Mahrer: Ja, wir werden bestehende Flächen modernisieren und an die neuen Anforderungen anpassen. Für die geriatrische Tagesklinik sind im Neubau bereits geeignete
Räumlichkeiten vorgesehen.
OKN: Für die Zukunft braucht es natürlich auch die richtigen Fachkräfte. Wie gelingt es Ihnen, Ihr Team zu verstärken?
Gerald Bruckmann: Das ist tatsächlich eine große Herausforderung. Gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen nicht von selbst – man muss sie aktiv ansprechen. Wir betreiben internationales Recruiting und beschäftigen derzeit Fachkräfte aus mehr als zwanzig Nationen. Diese Vielfalt bereichert unser Haus enorm.
Michaela Wutti: Unsere hohe Pflege- und Ausbildungsqualität, gepaart mit unserer modernen apparativen Ausstattung tragen dazu bei, dass Studierende sowie Schülerinnen und
Schüler sich nach ihrer Ausbildung dafür entscheiden, bei uns zu arbeiten. Darüber hinaus ist die gelebte Mitarbeiterorientierung ein wichtiger Baustein, um langfristige Stabilität zu gewährleisten.
Andrea Samonigg-Mahrer: Wir sind in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und verdanken unseren Erfolg einem engagierten, hervorragend ausgebildeten Team. Wir schaffen Rahmenbedingungen, die Spittal als Arbeitsplatz attraktiv machen – mit Weiterentwicklungsmöglichkeiten, modernem Arbeitsumfeld und Wertschätzung. Wir sind heute schon einer der größten
Arbeitgeber im Bezirk und eines ist klar: Wir werden in Zukunft nicht weniger, sondern mehr qualifizierte Menschen brauchen, um die Gesundheitsversorgung auf diesem Niveau zu halten. Eine gute Nachricht für den Wirtschaftsstandort Spittal!
Bild 1: Das Krankenhaus Spittal/Drau bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Oberkärnten.
Bild 2: Die Kollegiale Führung des Krankenhaus Spittal/Drau: Medizinischer Direktor Dr. Gerald Bruckmann, MAS, Geschäftsführerin Mag. Andrea Samonigg-Mahrer und Pflegedirektorin DGKP Michaela Wutti, MBA, MTD (vlnr.).
Bild 3: Zukunftsfit dank dem Einsatz von modernster Roboterchirurgie.
Bild 4: Die bestehende Tagesklinik wird um einen geriatrischen Schwerpunkt ergänzt.
(Fotos: Krankenhaus Spittal/Drau)