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  • Rheuma ist weit mehr als Gelenkschmerz

27.02.2026

Rheuma ist weit mehr als Gelenkschmerz

Rund eine Million Menschen in Österreich sind von rheumatischen Erkrankungen betroffen – viele davon auch in Oberkärnten.

Primaria Dr. Heike Muchar, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin und Rheumatologin am Krankenhaus Spittal/Drau, erklärt im Interview, warum „Rheuma“ oft unterschätzt wird, weshalb eine frühe Diagnose entscheidend ist und welche zentrale Rolle eine spezialisierte rheumatologische Versorgung für die Lebensqualität der Betroffenen im Bezirk Spittal spielt.

OKN: Frau Primaria Muchar, wenn man von „Rheuma“ spricht, denken viele Menschen automatisch an Gelenksschmerzen. Entspricht dieses Bild überhaupt der Erkrankung?
Prim.a Dr. Heike Muchar: Das ist ein sehr verbreitetes Missverständnis. Rheuma wird im Volksmund oft ausschließlich mit Gelenkschmerzen gleichgesetzt, tatsächlich handelt es sich aber um einen Sammelbegriff für mehr als 400 unterschiedliche Erkrankungen. Diese können den Bewegungsapparat betreffen, aber auch innere Organe, Gefäße oder das Immunsystem. Dazu zählen etwa Autoimmunerkrankungen wie Lupus oder Kollagenosen, entzündliche Gefäßerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen wie Gicht oder auch Osteoporose. Rheuma ist also deutlich vielfältiger, als viele denken.

OKN: Wie viele Menschen sind davon betroffen?
Heike Muchar: In Österreich geht man davon aus, dass rund eine Million Menschen in irgendeiner Form an einer rheumatischen Erkrankung leiden. Das zeigt, dass es sich um ein großes Gesundheitsthema im Land handelt. Neben den individuellen Einschränkungen ist Rheuma auch ein wesentlicher volkswirtschaftlicher Faktor, weil viele Erkrankungen chronisch verlaufen und unbehandelt zu Arbeitsunfähigkeit bzw. zu Einschränkungen der Leistungsfähigkeit führen können.

OKN: Welche Bedeutung hat eine frühzeitige Diagnose?
Heike Muchar: Eine sehr große. Rheumatische Erkrankungen sind meist chronisch, das heißt, wir können sie in der Regel nicht heilen, aber sehr gut kontrollieren. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser lässt sich ihr Fortschreiten bremsen. Unbehandelt können Entzündungen rasch Schäden verursachen, die sich später nicht mehr rückgängig machen lassen. Frühzeitige Diagnostik und Therapie sind daher entscheidend für den Erhalt der Lebensqualität.

OKN: Welche Therapiemöglichkeiten gibt es heute?
Heike Muchar: Wir verfügen heute über sehr moderne und innovative Therapien, etwa über sogenannte „Biologika“ und „Biosimilars“. Diese Medikamente greifen gezielt in das fehlgeleitete Immunsystem ein und ermöglichen eine individuell angepasste Behandlung. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu kontrollieren und den Patientinnen und Patienten ein möglichst aktives Leben zu ermöglichen. Viele können damit länger arbeitsfähig bleiben und ihren Alltag deutlich besser bewältigen.

OKN: Wie ist die rheumatologische Versorgung aktuell organisiert?
Heike Muchar: In Österreich ist die Versorgung stark auf größere Zentren konzentriert. Im niedergelassenen Bereich gibt es nur wenige Rheumatologinnen und Rheumatologen mit Kassenvertrag, viele Leistungen werden über Wahlärzte abgedeckt. Gerade in ländlichen Regionen, wie im Bezirk Spittal, ist der Zugang daher oft eingeschränkt. Das betrifft sowohl die Diagnostik als auch die langfristige Betreuung.

OKN: Welche Rolle spielt dabei das Krankenhaus Spittal/Drau?
Heike Muchar: Wir bieten am Krankenhaus Spittal/Drau eine Rheumasprechstunde an, um dieser Versorgungslücke in der Region zu begegnen. Der Bedarf im Bezirk ist groß, gerade aufgrund der weiten Wege zu spezialisierten Zentren. Unser Ziel ist es, rheumatische Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und rasch eine gezielte Therapie einzuleiten. Dafür ist die enge Zusammenarbeit mit den Hausärztinnen und Hausärzten besonders wichtig.

OKN: Wie läuft der Zugang zur Rheumasprechstunde konkret ab?
Heike Muchar: Voraussetzung ist eine Überweisung durch die Hausärztin oder den Hausarzt, der bereits Vorbefunde erhebt. Danach erfolgt ein direkter Austausch mit unserem Haus, und die Patientin oder der Patient erhält erst dann einen Termin in der Rheumasprechstunde. Diese strukturierte Zusammenarbeit erleichtert die Diagnostik und sorgt für eine gute Betreuung von Beginn an.

OKN: Gibt es Pläne für einen weiteren Ausbau dieses Angebots?
Heike Muchar: Ja, definitiv. Unser Ziel ist es, die Rheumasprechstunde zu einer vollwertigen rheumatologischen Spezialambulanz auszubauen und das Krankenhaus Spittal/Drau langfristig auch als Ausbildungsstätte im Bereich Rheumatologie zu etablieren. Die Ausbildung zur Rheumatologin oder zum Rheumatologen erfolgt nach der Facharztausbildung für Innere Medizin und ist derzeit durch ein Nachwuchsproblem geprägt. Bundesweit wird bereits intensiv daran gearbeitet, mehr Ausbildungsstellen zu schaffen. Davon soll in Zukunft auch unsere Region profitieren.

OKN: Warum ist eine wohnortnahe rheumatologische Versorgung so wichtig?
Heike Muchar: Rheumatische Erkrankungen beeinträchtigen nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit, sondern auch das soziale Leben. Chronische Schmerzen führen oft dazu, dass sich Menschen zurückziehen und ihre Lebensfreude verlieren. Eine regionale, multidisziplinäre Versorgung – in enger Zusammenarbeit mit Physiotherapie, Ergotherapie und anderen Fachrichtungen – kann hier enorm viel bewirken. Wenn die Therapie gut eingestellt ist, lässt sich der Krankheitsverlauf deutlich verlangsamen und der Alltag spürbar erleichtern. Genau das ist unser Anspruch am Krankenhaus Spittal/Drau.


Infobox: Was ist Rheuma?

  • Rheuma ist ein Sammelbegriff für über 400 verschiedene Erkrankungen
  • Betroffen sind Gelenke und Bewegungsapparat, aber auch Organe und Blutgefäße
  • Häufig liegt eine Fehlreaktion des Immunsystems vor
  • Typische Symptome sind Schmerzen, Schwellungen, Steifheit und eingeschränkte Beweglichkeit
  • Viele rheumatische Erkrankungen verlaufen chronisch
  • Frühe Diagnose und moderne Therapien können den Krankheitsverlauf bremsen und die Lebensqualität verbessern

Bild 1: Nicht nur eine Gelenkserkrankung: Rheuma kann den ganzen Körper betreffen.

Bild 2: Prim.a Dr. Heike Muchar, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin, Internistin und Rheumatologin.

(Fotos: Krankenhaus Spittal/Drau)

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